Direkte Kosten sind Zahlungen, die unmittelbar durch die Trennung entstehen, etwa Abfindungen und Beratungsleistungen. Folgekosten entstehen indirekt und später, vor allem durch Produktivitätsverluste und zusätzliche Abgänge in der verbleibenden Belegschaft. Folgekosten sind schwerer zu messen und werden deshalb oft übersehen.
Für wen: CFOs, Controlling und HR.
Redaktion bewirbdich.ai · Stand: 2026-08-25
| Kostenart | Beispiele | Messbarkeit |
|---|---|---|
| Direkt | Abfindungen, Sozialplan, Outplacement, Rechtsberatung | Gut – aus Buchhaltung und Verträgen |
| Folgekosten: Produktivität | Verunsicherung, Mehrarbeit, Wissensverlust | Eingeschränkt – über Annahmen |
| Folgekosten: Fluktuation | Ungeplante Abgänge von Leistungsträgern | Mittel – über Austrittsdaten |
| Folgekosten: Recruiting und Reputation | Wiederbesetzung, Arbeitgeberimage | Eingeschränkt |
Verbleibende Mitarbeitende erleben Personalabbau mit: Sie verlieren Kolleginnen und Kollegen, übernehmen Aufgaben und fragen sich, ob weitere Schritte folgen. Das kann Engagement und Produktivität senken und die Wechselbereitschaft erhöhen.
Wie stark dieser Effekt ist, hängt vom Einzelfall ab. Für eine Modellrechnung empfiehlt es sich, mit vorsichtigen Annahmen zu arbeiten und sie mit eigenen Daten, etwa Austrittsquoten vor und nach früheren Maßnahmen, zu überprüfen.
Produktivitätsverlust = betroffene Verbleibende × Monatsgehalt × angenommener Verlustanteil × Dauer in Monaten.
Beispiel (illustrativ): 200 Personen × 5.000 € × 10 % × 3 Monate = 300.000 €.